Netzbeschmutzer
Das Internet ist so schön gedacht. Alles Gute kommt zusammen. Alles Wissenswerte steht bereit. Ein grosses Miteinander. Friedlich. Über alle Grenzen hinaus. Über alle Barrieren. Alle sind Teil einer großartigen Idee - Internet. Soweit so gut. Aber das Internet ähnelt einem Gehirn, das am Anfang kindlich naiv das Licht der Welt erblickte und jetzt lernen muss, dass es nicht nur nette Menschen, gute Ideen und vertrauensvollen Umgang gibt. Sondern dass es im Internet auch alle dunklen Seiten des Gehirns gibt. Die eigenen und die, die durch die Sozialisierung und das Umfeld hinzu kommen. Dadurch, dass das Internet zum globalen Gehirn aller wird, sind auch alle kranken Gedanken Teil des Internets.
Und so nimmt im Laufe der Entwicklung, des Wachstums, der Population das Kranke, Gierige, Kriminelle, Dunkle, Böse, Hinterhältige und Dumme immer mehr Raum ein. Das Internet wird leider erwachsen. Und warum soll es ihm da besser gehen als den Menschen. Die Summe aller Gedanken sind die Bestandteile des Internets. Und wenn Freud feststellt, dass Sexus der zentrale Antrieb ist, dann wird das Thema auch ebenso im Internet seinen Raum einnehmen.
Schade, dass man das Internet nicht Kind sein lassen kann. Dass man es vor dem Erwachsen werden nicht schützen oder bremsen kann. Und selbst kann das Internet das auch nicht bewerkstelligen. Somit ist das unglaublich schöne kindliche des Internets Vergangenheit. Jetzt geht es nur noch um erwachsene Aspekte unseres Daseins.
das führt dazu, dass wir unsere Kinder vor dem Netz schützen müssen und dass wir uns vor dem Netz schützen müssen. Denn da draußen denken Menschen und Unternehmen täglich global darüber nach, wie sich diese an uns bereichern können und wie sie ihre Bedürfnisse mit Hilfe des Internets befriedigt bekommen.
Wer ins Internet geht, wer im Internet ist, der sollte das wissen. Die dunkle Seite der Menschheit macht sich breiter und breiter. Don't be evil. Der Leitgedanke von Google klingt vor diesem Hintergrund kindisch bis zynisch. Denn in Zukunft werden wir Internet-Vorhängeschlösser benötigen, Verlaufs-Bewegungsmelder und einen elektrischen Festplatten-Zaun. Eine Web-Bodyguard als App. Und die Erinnerung an die freie Surf-Zeit auf der Online-Wiese, am Suchmaschinen-Fluss, am Informations-Meer in den Blog-Bergen. In Modem-Autos für 500 Euro, auf Speicher-Campingplätzen. Und Download-Ravioli aus der Dose und dem MAC sind wieder nur alte Geschichten.
Montag 26. März ab 10.30 Uhr. OMM: Open Monday Meeting. Für Dich und mich. Every nice monday.








